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Ein willkommener Zufall

Vor einer Weile habe ich ein Experiment gewagt. Eigentlich wollte ich nur meine Wohnung verschönern und habe mir gedacht, dass ich aus diesem Anlass die Wände mit irgendetwas schmücken könnte was zu meinem mittlerweile nicht mehr ganz neuen Hobby passt. Ich schaute also nach gebrauchten, alten und günstigen Geigen, die ich dann eigentlich aufhängen wollte. Mit ein bisschen Glück konnte ich einen Geigenkorpus für kleines Geld ersteigern und als dieser bei mir eintraf, freute ich mich sehr, dass dieser so schön aussah. Er war im Grunde unversehrt, wies also keine Risse oder ähnliches auf. Es fehlten nur die Saiten, Wirbel, Steg, Saitenhalter.

In der Beschreibung der Geige stand, dass sie etwa 100 Jahre alt ist und vermutlich in Böhmen gebaut wurde. Genaueres darüber ist aber nicht bekannt, da sie aus der Sammlung eines verstorbenen Musikers stammt. Die Geige hat zwar einen Zettel im Inneren, auf dem aber nur steht, dass es eine Stradivarius Anno 1718 ist. Dass ich zu diesem Preis aber keine Stradivari gekauft habe, war mir dann doch klar. Neugierig war ich nun allerdings schon, wie ein etwas geübteres Auge meinen Kauf bewerten würde. Also hatte ich mal wieder einen Grund zu meinem Geigenbauer zu gehen. Diesen fragte ich dann einfach, ob es sich lohnen würde die Geige wieder spielfertig zu machen und was das kosten würde.

Er betrachtete den Korpus von allen Seiten und sagte mir was eine Geige dieser Qualität kosten würde, wenn ich sie spielfertig kaufte. Ich war begeistert, denn es sieht so aus als hätte ich ein Schnäppchen gemacht. Ich bat ihn also darum mir einen Kostenvoranschlag zu machen, um die Geige in den spielfertigen Zustand zu versetzen. Die Kosten waren im Rahmen und weit entfernt von dem Wert der Geige. Dazu kommt, dass ich mir überlegte wie viel meine Mietgeige monatlich kostet und was ich durch eine eigene Geige sparen könnte. Also bat ich ihn darum die Geige zu nehmen und sie wieder zum Leben zu erwecken.

Nun dauerte es zwei Wochen (da er sehr viele Aufträge hat) und ich war natürlich gespannt und konnte es nicht abwarten sie abzuholen. Als ich sie dann nach der Arbeit in Empfang nahm, erkannte ich die Geige erst nicht wieder. Der Staub und anderer Schmutz, der sich über die Jahre auf der Geige festgesetzt haben muss, war entfernt worden und so strahlte sie mir entgegen. Vor der Reinigung war sie ganz matt und nun glänzte sie. Auch der Geigenbauer war nun interessiert und wollte hören wie sie klingt. Ich bat ihn darum sie mir zu stimmen worauf er dann ein paar Melodien spielte. Es klang toll und ich konnte das erste Mal hören was mit meiner neuesten Errungenschaft möglich ist. Selber nahm ich den Bogen in der Werkstatt noch nicht in die Hand (,da ich mich nicht traute :-)), sondern wartete bis ich wieder zu Hause angekommen war.

Meine eigene Geige! Sie ist deutlich klarer als die Mietgeige, die, wie meine Lehrerin auch meinte, eher "nasal" klingt. Meine dagegen ist irgendwie freundlich und schön. Zwar hängt in der Wohnung an der Wand nun keine Geige, dafür begleitet mich seitdem mein persönliches Instrument bei den Übungen und meinem Unterricht.

Nun brauche ich nur noch einen eigenen Bogen, da ich im Moment noch den der Mietgeige verwende. Ich habe also wieder einen Grund meinem Geigenbauer einen Besuch abzustatten.
29.9.16 12:52
 
Letzte Einträge: Der erste Geigenunterricht, ... wenn sich Fehler einschleichen ..., Nie zufrieden..., Bald ist es soweit !, Die Lage ändert sich


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (29.9.16 16:31)
Glückwunsch!!

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